11.06. 2011 Einweihung der Eule Orgel in St. Sebastian

 

Orginal Rede von Hermann Jörissen zur Einweihung

Sehr geehrter Herr Bischof Dr. Bündgens,
lieber Hausherr Pfarrer Gattys,
lieber Bürgermeister Arno Nelles,
werte Anwesende, 

heute vor knapp 12 Jahren haben 17 Würselenerinnen und Würselener einen Verein gegründet, der sich zur Aufgabe stellte, es der Kirchengemeinde St. Sebastian zu ermöglichen, eine neue Orgel für den Würselener „Dom“ bestellen zu können.

Für diesen Förderkreis Orgelbau stehe ich nun hier. Ein gewaltiges Vorhaben damals, zumal wir wussten, dass mehr als 1 Million DM aufzubringen waren. Letztlich sind es heute 570 Tausend Euro geworden.Sowohl vom Bistum Aachen wie auch von der Stadt Würselen war eine finanzielle Unterstützung nicht zu erwarten. Die beiden bekannten sich bereits damals zu ihrer Armut. Dennoch muss ich sagen, dass alle 3 Bürgermeister, die wir in der Zeit erlebten, Mitglieder unseres Vereins sind und mit zu den Sponsoren gehören ebenso wie die drei Pfarrer von St. Sebastian, die während der genannten 12 Jahre der Kirchengemeinde vorstanden. Das heißt, einige der rund 2.500 Orgelpfeifen werden dann doch kommunal, andere wiederum pastoral erklingen.   

Viele Benefizkonzerte haben stattgefunden, kaum ein Fest rund um den „Dom“ in dieser Zeit fand ohne uns statt und manches Gläschen Orgelwein oder gar auch Orgelgeist musste zum Wohle der neuen Orgel geleert werden. Viele Würselener sind heute stolz darauf, unseren Orgelschirm zu besitzen ebenso wie den von Hans Wittl so schön gestalteten Orgel-Kalender 2009 mit Motiven unserer Stadt. Dies sind nur einige wenige der mehr als 200 Veranstaltungen und Projekte, die zu Gunsten der neuen Orgel stattfanden.  Mein Dank gilt besonders unseren Mitgliedern, von denen leider nicht mehr alle die Einweihung heute erleben dürfen. Daneben steht die große Zahl der Sponsoren. Es sind nicht nur viele Vereine, Firmen und Bürger unserer Stadt, denen ich heute herzlich danke, sondern auch viele Würselener von außerhalb unserer Stadtmauern, die ihre Verbundenheit mit unser aller Wahrzeichen, dem „Würselener Dom“, ausdrücken wollen.   In meinen Dank schließe ich besonders ein die große Zahl der Helferinnen und Helfer während dieser 12 Jahre. Ohne sie wäre dieses Werk nicht machbar gewesen. Aber ohne eine Frau, die ich hier nenne, hätten wir unser Ziel nicht so schnell erreicht. Frau Anna Clahsen aus der Lindenstraße vermachte uns bei ihrem Tode im Jahr 2005 die Summe von etwas mehr als 140.000 Euro. Daneben möchte ich aber auch jenen unbekannten Spender erwähnen, der uns regelmäßig seine gesparten roten Centstücke – wohl geordnet in Papier eingewickelt – zukommen lässt. Alle zusammen – mit großen und mit kleinen Beträgen – haben dazu beigetragen, dass wir heute die Königin der Instrumente in St. Sebastian erklingen hören.  

Wir haben hier nicht nur ein Instrument der Liturgie – was es vornehmlich ist –, sondern auch ein Instrument, das sich erfolgreich in das reichhaltige kulturelle Leben unserer Stadt einbringen wird.  Davon bin ich überzeugt. Es fehlen zwar noch knapp 80.000 Euro, bevor die Orgel ganz bezahlt ist    -    aber: Alles in Allem ein mehr als guter Grund heute hier zu feiern. Im Anschluss an diese offizielle Einweihung sind Sie alle eingeladen im Bereich unterhalb der Orgelempore zu feiern – natürlich auch mit Orgelwein. Mineralwasser gibt’s selbstverständlich auch. Während dieser Zeit ist Gelegenheit, in kleinen Gruppen die Orgel zu besichtigen, wozu aber auch im Laufe der kommenden Woche genügend Möglichkeiten bestehen.Ebenfalls können Sie jetzt die Festschrift zur Einweihung und natürlich auch zu Gunsten der neuen Orgel kaufen. 

Zum Schluss: Neben allen Segenssprüchen, die für die neue Orgel heute oder auch später ausgesprochen werden, darf meines Erachtens in Würselen ein Segenswunsch nicht fehlen, der knapp 4 Jahrhunderte für viele Würselener der tägliche Wunsch war:       

Glück-Auf!! -  "G l ü c k  -  Au f"  Eule-Orgel!! - für eine möglichst lange Zeit!

Hermann Jörissen

Vorsitzender "Förderkreis Orgelbaum St. Sebastian e.V."  

Fotograf:Vladimir Shvemmer